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Ermittler*in für die Aufklärung von Fällen verschwundener Kinder in der Bürgerkriegszeit, San Salvador, El Salvador

 

AGIAMONDO e.V. ist der Personaldienst der deutschen Katholiken für Entwicklungszusammenarbeit. Im Zivilen Friedensdienst bieten wir Fachkräften die Chance zu einem sinnerfüllten Dienst in der Zusammenarbeit mit lokalen Entwicklungsakteuren. Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein Personalprogramm für Gewaltprävention und Friedensförderung in Krisen- und Konfliktregionen. Er setzt sich für eine Welt ein, in der Konflikte ohne Gewalt geregelt werden. Zusammen mit kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen in El Salvador will AGIAMONDO durch friedensfördernde Maßnahmen einen Beitrag zur dortigen zivilen Konfliktbearbeitung und zur nachhaltigen gerechten Entwicklung des Landes leisten.

Zur Förderung der institutionellen Investigationsarbeit und für den Einsatz neuer kriminaltechnischer Geräte und Methoden, suchen wir für unsere Partnerorganisation Asociación Pro-Búsqueda de Niñas y Niños Desaparecidos zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n


Ermittler*in für die Aufklärung von Fällen verschwundener Kinder in der Bürgerkriegszeit, San Salvador, El Salvador

                    

 

Ihr neues Aufgabenfeld

Die kirchennahe Nichtregierungsorganisation Asociación Pro-Búsqueda de Niñas y Niños Desaparecidos (Pro-Búsqueda) mit Sitz in San Salvador setzt sich seit 1994 für die Aufklärung von Fällen von verschwundenen Kindern ein. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur moralischen, juristischen und ökonomischen Wiedergutmachung für Familien, deren Kinder während des Krieges zwangsweise in El Salvador oder im Ausland zur Adoption gegeben wurden und/oder bis heute verschwunden bleiben. Neben der konkreten Suche und der Ermöglichung von Wiederbegegnungen, informiert Pro-Búsqueda auf nationaler und internationaler Ebene über die Aufarbeitung der Verbrechen der Vergangenheit. Unter anderem arbeitet Pro-Búsqueda in der nationalen „Comisión de trabajo pro memoria histórica de El Salvador“ mit.


Auf Grundlage der Investigationsergebnisse, möchte Pro-Búsqueda verschiedene Akteure durch Workshops sensibilisieren und informieren. Hierdurch soll die Bedeutung der Vergangenheits- und Erinnerungsarbeit als Voraussetzung für den Zugang zu Gerechtigkeit, Wahrheit und Wiedergutmachung gestärkt werden, sowie kollektive Räume und Schutzmechanismen für die Wahrung und Weiterentwicklung der Erinnerungsarbeit geschaffen werden.
Durch Ihre Mitarbeit sollen vor allem Methoden und Techniken der Investigationsarbeit weiterentwickelt werden, um die Aufklärung der Fälle der Menschenrechtsverbrechen weiter voranzutreiben.

Hier unsere Publikation über die Arbeit von Pro-Búsqueda ansehen.

Im Einzelnen übernehmen Sie die folgenden Aufgaben:

  • Sie unterstützen bei der Untersuchung von Fällen verschwundener Kinder, unter anderem durch die Durchführung und Systematisierung von Gesprächen mit Familienangehörigen oder Zeug*innen.
  • Sie stellen Daten, Fakten und Beweismittel zur Dokumentation und Klärung entsprechender Fälle sicher (z.B. Entnahme und Sicherstellung von DNA-Proben, Transkription der Aufzeichnungen von Zeugenaussagen).
  • Sie bilden das Team, weitere Menschenrechtsorganisationen sowie staatliche Instanzen in Techniken und Methoden der Investigationsarbeit (u.a. GPS, Georadar, Metalldetektoren) weiter und begleiten die Umsetzung.
  • Sie fördern die Öffentlichkeitsarbeit durch das Anfertigen von Berichten zu begangenen Menschenrechtsverletzungen und stärken die Lobby- und Advocacy-Arbeit von Pro Búsqueda.
  • Sie sensibilisieren das Team, weitere Menschenrechtsorganisationen und öffentliche Verantwortungsträger*innen durch Workshops für die Bedeutung der Vergangenheits-und Erinnerungsarbeit und unterstützen die Aktivitäten von Pro-Búsqueda (z.B. Gedenkfeiern, Gesprächsrunden).
  • Sie stellen die ordnungsgemäße Verausgabung und Verwaltung der Finanzmittel vor Ort entsprechend der Geberrichtlinien und der Vorgaben der AGEH sicher. Dabei arbeiten Sie partnerschaftlich mit Pro-Búsqueda zusammen.

Ihr Profil

  • Sie haben einen Hochschulabschluss in einer der Bezugswissenschaften der Kriminalistik abgeschlossen, z.B. Sozialwissenschaften, Psychologie, Forensik, Rechtswissenschaften, Anthropologie und sich durch eine weiterbildende Qualifizierung auf die Aufklärung von Verbrechen spezialisiert.
  • Sie verfügen über mehrjährige Berufserfahrung in der Investigationsarbeit von Menschenrechtsverbrechen in Bürgerkriegskontexten, idealerweise in Lateinamerika.
  • Sie haben Fachkenntnisse in Georeferenz-Systemen und sind erfahren in der Vermittlung von Methoden und Techniken moderner Investigationsarbeit.
  • Sie kommunizieren schriftlich und mündlich fließend in Spanisch und Englisch.
  • Sie sind EU-Bürger*in oder Schweizer*in und identifizieren sich mit den Zielen und Anliegen der kirchlichen Entwicklungs- und Friedensarbeit.

Das Angebot von AGIAMONDO

  • Individuelle und umfassende Vorbereitung
  • Dreijahresvertrag, soziale Sicherung und Vergütung nach dem Entwicklungs-helfergesetz
  • landeskundliche, sprachliche oder andere fachliche Weiterbildungen sowie Coaching- und Supervisionsangebote, individuelle Beratung

 

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung bis spätestens zum 03.03.2020.

 

Ihre Ansprechpartnerin

Frau Lea Hinke

Kontakt

AGIAMONDO e.V.
Ripuarenstrasse 8
50679 Köln

E-Mail: jobs@agiamondo.org